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Das Instrumentale Laien- und Amateurmusizieren findet bundesweite Anerkennung

15.05.2017
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Die Deutsche UNESCO-Kommission und die Kultusministerkonferenz haben auf Vorschlag des Deutschen Musikrates (DMR) als Dachverband deutscher Musikverbände das Instrumentale Laien- und Amateurmusizieren in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Zur Begründung heißt es, dass das Expertenkomitee den Vorschlag des DMR als intergenerationelle, schichtenübergreifende und interkulturelle Kulturform würdigt. Die vielfältigen Organisationsformen sowie die weite Verbreitung seien bemerkenswert. Dieses
ermögliche das Mitwirken einer breiten Trägerschaft in ländlichen wie auch urbanen Räumen, für die das Musizieren eine identitätsstiftende und integrative Funktion besitzt.
Die Freude beim Präsidenten des Deutschen Musikrates, Professor Martin Krüger, war groß: „Die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis unterstreicht nicht nur die bisher in der Amateur- und Laienmusikszene geleistete Arbeit. Sie ist auch eine wertvolle
Berufungsgrundlage für die musikpolitische Arbeit des Deutschen Musikrates und seiner Mitgliedsverbände, um damit die Rahmenbedingungen für das Musikleben in Deutschland zu verbessern.“ Damit, so Krüger, sei es dem DMR zum zweiten Mal
gelungen, einen wesentlichen Bestandteil der kulturellen Vielfalt in Deutschland in das bundesweite Verzeichnis einzubringen. Die Auswahl der Expertenjury zeige, welche bedeutende Rolle die Musik in unserer Gesellschaft spiele, bemerkt Präsident Krüger.
Bereits 2014 wurde auf Vorschlag des DMR und des Deutschen Bühnenvereins in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Orchestervereinigung die Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes
aufgenommen.

Freude auch in der BDMV
Diese gute Nachricht überraschte auch die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) als Mitglied im Deutschen Musikrat in der Geschäftsstelle in Stuttgart. „Ich sehe in diesem Erfolg auch neue Anforderung an die eigene Arbeit und die unserer Partner“, sagt BDMV-Geschäftsführer Johannes Wollasch. Die musikalische Arbeit der Mitgliedsverbände in den jeweiligen musikalischen Ausbildungsformen werde durch die BDMV unterstützt. Dieses erfolgte insbesondere auch bei der Evaluierung und Weiterentwicklung der D-Reihe, die Ausbildungsreihe der Musikvereinigungen, im Jahr 2016 durch die Jugendorganisation der BDMV, die Deutsche Bläserjugend (DBJ). Ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung und Sicherung der Arbeit in den Musikvereinigungen sei zudem die Schaffung positiver Rahmenbedingungen für Wettbewerbe und Wertungsspiele in der Blas- und Spielleutemusik. Dazu, so Wollasch, zähle beispielsweise auch die ständige Evaluierung der Wettbewerbsrichtlinien und die kontinuierliche Qualifizierung der Juroren für die
Deutschen Meisterschaften der Spielleutemusik in der BDMV. Durch Maßnahmen wie die genannten werde die musikalische Qualität des Amateurmusizierens in den Strukturen der BDMV stets gehalten, verbessert und für die neuen Generationen junger Musikerinnen und Musiker zugänglich gemacht.
Im Dialog mit den BDMV-Bundesmusikdirektoren und den Fachbereichen erfolge zum einen die Traditionspflege, zum anderen etwa mit Kompositionswettbewerben die Schaffung neuer Literatur für Amateurorchester, die von Partnern wie der GEMAStiftung unterstützt werde, sagt Wollasch. Die Würdigung des Amateurmusizierens und des Ehrenamtes erhalte nunmehr mit der Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis die notwendige Anerkennung. Die Folge dürften nun keine Kürzungen von Budgets, sondern die Anpassung an den tatsächlichen Bedarf der Vereine und Orchester mit Überprüfung der bürokratischen Schwellen für die Zuwendung von Geldern zum Amateurmusizieren sein. Es sei auch eine Stärkung des gesellschaftlichen Bewusstseins für Musizieren als gemeinsames Kulturgut, sagt Wollasch: „Wir können nur vererben, was wir auch gemeinsam erhalten“. Dazu benötige man aber auch gesicherte, belastbare und entwicklungsfähige Strukturen, die einzelne Legislaturperioden überdauern. Hierzu zähle besonders auch Raum (Zeit) für die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen, sowie die musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Es
gebe viele Ansatzpunkte, die nun gemeinsam mit Partnern aus Kultur und Politik angegangen werden müssten.
Autor: Hans-Theo Wiechens - Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit der BDMV

Zuletzt geändert am: 18.05.2017 um 20:09

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