Information: Bundestag beschließt höhere Pauschalen für ehrenamtliche Tätigkeiten

Kai Widhalm am 15.01.2021

Information: Bundestag beschließt höhere Pauschalen für ehrenamtliche Tätigkeiten

Um ehrenamtliches Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zu stärken, hat der Bundestag am 16. Dezember 2020 das Jahressteuergesetz 2020 verabschiedet und eine Reihe steuerlicher Verbesserungen auf den Weg gebracht. Dazu zählen die Erhöhung des Übungsleiterfreibetrags und der Ehrenamtspauschale, bzw. der Abbau überflüssiger Bürokratie für gemeinnützige Organisationen.

Information: Bundestag beschließt höhere Pauschalen für ehrenamtliche Tätigkeiten

Um ehrenamtliches Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zu stärken, hat der Bundestag am 16. Dezember 2020 das Jahressteuergesetz 2020 verabschiedet und eine Reihe steuerlicher Verbesserungen auf den Weg gebracht. Dazu zählen die Erhöhung des Übungsleiterfreibetrags und der Ehrenamtspauschale, bzw. der Abbau überflüssiger Bürokratie für gemeinnützige Organisationen.

Um ehrenamtliches Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zu stärken, hat der Bundestag am 16. Dezember 2020 das Jahressteuergesetz 2020 verabschiedet und eine Reihe steuerlicher Verbesserungen auf den Weg gebracht. Dazu zählen die Erhöhung des Übungsleiterfreibetrags und der Ehrenamtspauschale, bzw. der Abbau überflüssiger Bürokratie für gemeinnützige Organisationen.

Höhere Pauschalen

Zum 1. Januar 2021 steigt der Übungsleiterfreibetrag von 2.400 Euro auf 3.000 Euro im Jahr und die Ehrenamtspauschale von 720 auf 840 Euro jährlich. Bis zu dieser Höhe bleibt die pauschale Erstattung für finanzielle Aufwendungen ehrenamtlich Engagierter steuerfrei. Vom Übungsleiterfreibetrag profitieren zum Beispiel Dirigenten und Übungsleiter in Musikvereinen, die diese Tätigkeit nebenberuflich ausüben. Von der höheren Ehrenamtspauschale profitieren diejenigen, die nicht unter den Übungsleiterfreibetrag fallen, sich aber gleichwohl ehrenamtlich engagieren, z.B. Vorstandspersonen in gemeinnützigen Vereinen.

Abbau unnötiger Bürokratie

Kleinere gemeinnützige Vereine und andere steuerbegünstigte Organisationen erhalten mehr Zeit, um ihre Mittel zu verwenden. Für Körperschaften mit jährlichen Einnahmen von weniger als 45.000 Euro gelten die strengen Maßstäbe der zeitnahen Mittelverwendung jetzt nicht mehr. Das gibt ihnen mehr Spielraum, entlastet sie und sie dürfen jetzt ohne weitere Begründungen Mittel ansparen.

Der vereinfachte Spendennachweis wird von 200 € auf 300 € erhöht. Das bedeutet, dass bei Spenden bis zu einem Betrag von 300 € keine Spendenquittung ausgestellt werden muss. Hier reicht der Überweisungsbeleg bzw. der Kontoauszug der Überweisung.

Die Homeoffice-Pauschale mit einem Höchstbetrag von 600 Euro im Jahr kann in Anspruch genommen werden, wenn die Voraussetzungen für den Abzug von Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer nicht vorliegen. Gewährt wird die Pauschale nur für Tage, an denen die Tätigkeit ausschließlich in der häuslichen Wohnung ausgeübt wird (maximal 120 Tage).

Die Freigrenze für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb wird von 35.000 Euro auf 45.000 Euro jährlich erhöht. Das entlastet vor allem kleinere Vereine von steuerrechtlichen Verpflichtungen, da bei Einnahmen bis zu dieser Höhe die Geschäftsbetriebe nicht der Körperschaft- und Gewerbesteuer unterliegen.

Weitere Details und weiterführende Links finden Sie unter: https://www.bdmv.de/de/erleichterung-im-ehrenamt-ab-2021/

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