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Sympathische Botschafter standen für das Deutsche Musikfest

Veröffentlicht von Ralf Drossner (ralf_drossner) am 26.06.2019
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In einer spontan zusammengelegten gemeinsamen Pressekonferenz erfuhren nicht nur die anwesenden Journalisten Interessantes von den beiden Botschaftern Tilmann Dehnhard aus Berlin und Andreas Martin Hofmeir aus Salzburg. Die beiden leidenschaftlichen Musiker kannten sich vor diesem Termin persönlich auch noch nicht. Hofmeir versprach bereits zu Beginn, ein Telemann-Stück zu Ehren von Dehnhard auf der Tuba zu spielen und machte sein Versprechen am Ende wahr, nachdem Dehnhard wiederum Hofmeir eindrucksvoll demonstrierte, was man aus einer Subkontrabass-Querflöte alles herausholen kann. „Ich hätte nie gedacht, dass eine Flöte so anständig klingen kann“, scherzte Hofmeir.

Hofmeir reiste am Himmelfahrtstag von einer Tubakonferenz in Chicago an, wo er zwei Solo-Konzerte geben durfte. Über die Ehre, Botschafter für das 6. Deutsche Musikfest in Osnabrück zu werden, habe er sich sehr gefreut. Als Tubist steht Hofmeir für die Blasmusik in all seinen Facetten, die auf dem Deutschen Musikfest dargeboten werden. Seine Karriere begann als Schlagzeuger, bis er in seinem Heimatverein auf die Tuba „zwangsversetzt“ wurde. „Wenn es nicht so gekommen wäre, wäre ich heute vielleicht Vorstandsvorsitzender eines Automobilkonzerns“, scherzte Hofmeir.

Tilmann Dehnhard kommt aus Berlin und hatte bis dato wenig Erfahrung mit Blasorchestern. Nach einem klassischen Flötenstudium bot sich für ihn die Gelegenheit, auf Jazz umzusteigen. Die Funktion des Botschafters für das Deutsche Musikfest habe ihn auch sehr geehrt. „Ich finde es großartig, dass so viele Musiker in Blasorchestern und Spielleuteorchestern gemeinsam musizieren.“ Musikalisch hat es sich für Dehnhard in seiner Laufbahn nicht ergeben, dass er in einem solchen Ensemble mitspielen konnte.

Dehnhard hat sich auf Improvisation spezialisiert, Noten sind für ihn eher lästig. In seinen Workshops versucht er, motivierte Flötist*innen für das Experimentieren und die Improvisation zu gewinnen. „Die Kreativität, die in vielen Musiker*innen schläft, muss geweckt werden.“

Hofmeir wiederum ist mit der Improvisation eher weniger in Berührung gekommen. „In meiner Heimatregion war die Bradler- oder Wirtshaus-Musik, wo sich Musiker*innen treffen, um ohne Noten zu musizieren, nicht sehr ausgeprägt. Mit der Band „La Brass Banda“, der Hofmeir bis vor sechs Jahren angehörte, wurde ein neuer Trend in der Blasmusik gesetzt, der die Entstehung des Festivals „Woodstock der Blasmusik“ mit geprägt hat.

Während Tillmann Dehnhard durch und durch Jazzmusiker ist, legt sich Hofmeir auf keine Musikrichtung, die er favorisiert, fest. Im Biergarten freut er sich über zünftige Blasmusik, er hört und spielt aber auch gerne den Swing der 20-er Jahre. Sinfonische Blasmusik ist für ihn zweischneidig. „Da viele Komponisten in diesem immer beliebter werdenden Genre ein Geschäftsmodell gefunden haben, gibt es viele Werke, die besser nicht am Markt sein sollten. Es gibt aber auch sehr gute Werke.“

Die Bundesvereinigung Deutscher Musikvereine hat mit den beiden sympathischen Musikern, die für ihre Musik stehen und es verstehen, andere dafür zu begeistern, eine gute Wahl für die Botschafter des 6. Deutschen Musikfestes in Osnabrück getroffen. Hier entsteht dann auch die Synergie zu den vielen ehrenamtlichen Menschen des Verbandes, die sich mit viel Herzblut in verschiedensten Funktionen für die Musik einsetzen.

Autor: Ralf Drossner

Zuletzt geändert am: 26.06.2019 um 21:58

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