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DMF in Osnabrück: Wenn eine Stadt zur „Vogelwiese“ wird

Veröffentlicht von Ralf Drossner (ralf_drossner) am 26.06.2019
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Es war ein Musikfest wie aus dem Bilderbuch: Strahlender Sonnenschein, die Innenstadt von Osnabrück gefüllt mit vielen gutgelaunten Musikern und Musikerinnen in verschiedensten Trachten und Uniformen, die die tolle Atmosphäre genossen und musizierten und feierten. Das Deutsche Musikfest, das von der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände alle sechs Jahre in einer anderen Stadt ausgerichtet wird, hatte die Friedensstadt vom Himmelfahrtstag bis zum darauffolgenden Sonntag voll im Griff und „unter Musik“.

Von den vielen Außenbühnen, die in der Stadt für dieses Event errichtet wurden sowie in den Konzertsälen und Kirchen, überall gaben die rund 300 teilnehmenden Musikvereine ihr Bestes, nämlich das Publikum mit ihrer Musik zu unterhalten. Da fast alle musikalischen Genres vertreten waren, war das Programm sehr vielfältig und lockte insgesamt rund 150.000 musikbegeisterte Gäste in die Stadt.

Das Deutsche Musikfest ist aber nicht nur feiern und fröhlich sein, sondern für viele Musikvereine mit einer hohen Anspannung verbunden, wenn sie sich und ihr musikalisches Können in einem Wertungsspiel oder in einem Wettbewerb vor einer fachkundigen Jury präsentierten. Bei der Vielfalt der Wettbewerbe, die geboten wurden, waren fast alle Hallen zu Konzertsälen umfunktioniert worden. Die monatelange Probenarbeit hat sich für alle Vereine gelohnt, alle haben sich in ihrem Spiel die größte Mühe gegeben und partizipieren von den Ergebnissen, auch wenn nicht jeder den ersten Platz belegen konnte.

Zur Unterhaltung der vielen Musiker und Gäste gab  es ein tolles Abendprogramm mit vielen Highlights. Besonders zu erwähnen ist das Konzert am Himmelfahrtstag mit der „Blassportgruppe“ auf dem Rathausplatz, die es verstand, das Publikum mit ihrer Musik so richtig einzuheizen. Wer am Freitagabend das 360-Grad-Konzert auf dem Rathausplatz nicht miterlebt hat, hat nicht nur ein vielfältiges musikalisches Programm, sondern auch eine gelungene Lasershow verpasst, die die Geschichte der Stadt Osnabrück eindrucksvoll widerspiegelte.

Für den NMV-Vorstand war das durchweg gelungene Premierenkonzert des Landesflötenorchesters „Argentum“  unter der musikalischen Leitung von Tobias Lempfer mit einigen musikalischen Uraufführungen ein besonderes musikalisches Highlight. Mit der Bigband der Bundeswehr unter der musikalischen Leitung von Oliver Chadik ging dann am Sonnabend auf dem Domvorplatz richtig die Post ab.

Absoluter Höhepunkt war natürlich das Gemeinschaftskonzert mit rund 2.000 aktiven Musikern, bei dem auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler anwesend waren. Durch das Programm führte der NMV-Präsident Martin Engbers und die Gemeinschaftsstücke wurden im Wechsel von den BDMV-Bundesmusikdirektoren Heiko Schulze und Ralf Subat dirigiert. Im Anschluss ging es dann für rund 60 Musikvereine bei hochsommerlichen Temperaturen durch die Osnabrücker Innenstadt zurück zur Osnabrückhalle.

Die Hauptarbeit im NMV hatte Landesschatzmeister Karl-Heinz Ast, der sich bereits seit Jahren vor Ort um die Organisation dieses Großevents gekümmert hat und dem am Sonntag beim Gemeinschaftskonzert anzumerken war, welche Kräfte ihn persönlich diese Veranstaltung gekostet hat. Als besonderen Dank der Stadt Osnabrück durfte er sich gemeinsam mit BDMV-Präsident Paul Lehrrieder, BDMV-Projektleiter und 1. Vizepräsident Michael Weber sowie Geschäftsführer Johannes Wollasch im Friedenssaal im Osnabrücker Rathaus in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

Alle Musiker und Gäste, mit denen ich sprechen konnte, waren sehr begeistert von der Gastfreundschaft und dem tollen Ambiente der Stadt, aber vor allem von dem friedlichen und klangvollen  Miteinander der vielen Musikvereine, die hier aufeinandertrafen. Allen, die dabei waren, wird dieses Event mit „Gänsehautfeeling“ in bester Erinnerung bleiben. Insofern lohnt es sich schon jetzt, den Termin für das nächste Musikfest in sechs Jahren wieder über das Himmelfahrtswochenende im Kalender vorzumerken, denn  wer nicht dabei ist, wird etwas Einmaliges und Besonderes versäumen, das man in diesen Zeilen von der Stimmung her kaum beschreiben kann.

Ralf Drossner

Zuletzt geändert am: 26.06.2019 um 19:11

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