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Das MSO „zelebriert“ seinen Geburtstag

Veröffentlicht von Ralf Drossner (ralf_drossner) am 21.02.2019
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Als vor 25 Jahren Abiturienten des Georg-Büchner-Gymnasium Seelze ein Blasorchester gründeten, hätten sie bestimmt nicht in ihren kühnsten Träumen gedacht, dass daraus ein Vierteljahrhundert später ein mitgliederstarker Verein, der Musikschaffenden allen Alters ein Zuhause bietet, erwachsen könnte. Doch 2019 feiert das Jugendblasorchester Seelze, zu dem inzwischen neben dem Modern Sound[s] Orchestra (MSO) auch die YoungStars und die Bläserakademie Seelze gehören, Jubiläum. Zum Auftakt ins Jubiläumsjahr präsentierte das sinfonische Blasorchester sich bei drei ausverkauften Konzerten in Hannover, Celle und dem Gründungsort vor insgesamt rund 1.200 Zuhörern.
 
Dabei ging es exakt so los wie vor zehn Jahren mit John Williams’ „Olympic Fanfare and Theme“, als nämlich Henning Klingemann seinen Neujahrskonzert-Einstand am Taktstock gab. Ein Lieblingswerk der vergangenen Jahre wurde mit „El Camino Real“ von Alfred Reed ebenfalls neu aufgelegt. Dass es auch nach so langer Zeit immer noch viele Stellen neu zu entdecken gibt, versteht sich bei einem solchen Orchester von selbst. Ebenfalls den treuen Zuhörern bekannt waren die „Serenade“ von Derek Bourgeois und Leonard Bernsteins „Overture to ‚Candide’“. Zu einem ersten Highlight des Abends wurde dann aber ein Werk, das in diesem Jahr erstmals auf den Notenpulten der 65 Musiker lag: „The Ghost Ship“ von José Alberto Pina beschrieb den Mythos eines versunkenen Schiffes und wurde neben der bildhaften Musiksprache, lyrischen Themen und wuchtigen Passagen durch computergenerierte Klänge ergänzt, die für eine sehr besondere Stimmung sorgten. Das Publikum war so begeistert, dass es bereits zur Pause Standing Ovations gab.
 
Im zweiten Teil ging es mit „Star Wars“ von John Williams weiter: Verschiedene Leitmotive, beispielsweise von Darth Vader, Prinzessin Leia oder Meister Yoda, waren in diesem fulminanten Werk enthalten. Dabei agierte das MSO so präzise und emotionsstark, dass man sich in einem Kinosaal wähnte.
 
Im Gegensatz dazu stand „The Sound of Silence“. Die Ballade, die ursprünglich von Simon & Garfunkel stammt, wurde kürzlich erst von der Band Disturbed gecovert und in ein düsteres Gewand gesteckt. Aus dieser Fassung erfolgte das Arrangement, das wiederum am besten zum MSO passt.
 
Südamerikanische Klänge erklangen dann zum „Danzón No. 2“ im Arrangement von Oliver Nickel, der das Jubiläumskonzert im Juni dirigieren wird. Und dann kann sich Klingemann zusammen mit Natalie „Alfi“ Hönemann, der Dirigentin der YoungStars, endlich mal entspannt zurücklehnen, wenn sie beide einfach „nur“ mitspielen dürfen.
 
Ein weiterer Ausflug in die Filmmusik erfolgte beim Medley zum „Zauberer von Oz“, bei dem es neben dem Ohrwurm „Somewhere over the Rainbow“ auch das Wehklagen der Vogelscheuche („If I only had a Brain“) zu hören gab.
 
Den krönenden Abschluss bildeten die „Tres Mambos de Pérez Prado“. Hier wurde – wie es in den letzten Jahren mit „Macarena“ oder „Drunken Sailor“ schon der Fall war – das Publikum animiert, sich durch Aktionen einzubringen. Der Refrain von „Qué rico el Mambo“ durfte nach vorheriger Anleitung Klingemanns mitgesungen werden, ebenso wie das Zählen bis acht – wenngleich auf spanisch. Und auch von seinen Musikern verlangte der Dirigent mehr als das Übliche ab, denn sie durften den „Mambo No. 5“ auch mit ihren Hüften interpretieren.
 
Kein Wunder, dass es danach kein Halten mehr gab und die Besucher lautstark Zugaben einforderten. Doch bevor es zum musikalischen Schlusspunkt mit „Wilhelm Tell“ und „An Irish Party in Third Class“ kam, bedankte sich die Vorsitzende Melanie Vockeroth beim Dirigenten. Erst seine unermüdliche Arbeit machten die Proben und Konzerte möglich, immer auf der Suche nach dem passenden Sound für das Modern Sound[s] Orchestra. Und wenn es keinen passenden Sound in Form eines Arrangements gebe, dann fertige er, wie bei den Mambos, eben selbst eines an. Deutlich wurde hier neben der hohen musikalischen Wertschätzung auch die persönliche Verbundenheit zwischen den Orchestermusikern und ihrem Leiter. Denn zum Dankeschön gab es für die schweißtreibende Arbeit dann auch noch ein überdimensionales Tupftuch mit eingesticktem Emblem.
 
Zur Freude aller Besucher handelte es sich bei den Neujahrskonzerten aber nur um den Auftakt eines ganzen Jubiläumsjahres, das mit zahlreichen weiteren Highlights aufwartet:

Zuletzt geändert am: 21.02.2019 um 07:04

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