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KMV Stade: Carsten Klein besuchte IBK in Neu Ulm

24.02.2018
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In Zeiten von zunehmend größeren Herausforderungen für die Amateurmusik kam der 1.Internationale Blasmusik Kongress zum richtigen Zeitpunkt. Die beiden Musikerinnen Alexandra Link und Miriam Tressel hatten vor rund zwei Jahren die Idee das erfolgreiche Konzept aus Chicago (USA) zu übernehmen und in Deutschland zu etablieren. Am Ende stand ein 4 tätiger Kongress mit Workshops, Fortbildungen und Vorträgen sowie großartigen Konzerten und Möglichkeiten zum Networking im Edwin-Scharff-Haus in Neu Ulm in Bayern.

Das Gesamtprogramm bot diverse Möglichkeiten zur Gestaltung des eigenen Stundenplans, je nach Interesse, Fähigkeiten und Lust. Für die KMV Stade e.V. nahm deren Fachwart Musik Carsten Klein, der seit 2015 im Amt ist und darüber hinaus auch ausgebildeter Dirigent und Bläserklassenleiter ist, teil. „Bei einem Angebot von 9:00 – 17:30 Uhr und parallel bis zu 9 Angeboten ist die Auswahl nicht ganz einfach und erforderte doch einige Stunden Vorbereitung,“ so der Fachwart.

Das Organisationsteam hatte eine Vielzahl von guten Dozenten aufgetan. So konnte man sich in den Vorträgen „Steuern im gemeinnützigen Verein“ und „Vergütung im Verein“ vom Steuerberater Patrik Prediger, Funktionär aus dem Saarländischen Blasmusikverband in rechtlichen Dingen schulen lassen, jedoch auch Bekannte Komponisten wie Jacob de Haan, Philip Sparke, Hubert Hoche, Franco Cesarini, sowie Newcomer wie Sophie Pope und Dominik Wagner hatten die Möglichkeit den Besuchern in Komponistenporträts ihre eigenen Werke vorzustellen und auch die ein oder andere Idee dahinter zu erklären. Angela Groh aus Hessen und Bernhard Münchbach stellten in ihren Vorträgen die Möglichkeit einer Bläserklasse für Erwachsene vor und berichteten Eindrucksvoll von ihren Erfahrungen von teilweise mehr als 15 Jahren im Umgang und der Integration von erwachsenem Nachwuchs in den Verein. Joachim Pfläging berichtete von seinen 150 Mitgliederstarken Musikvereinen an der Grenze zur Schweiz in einer 8000 Einwohner Stadt. Er zeigte auf, wie Nachwuchswerbung vor Ort funktioniert und wie man als Verein die Ausbildung am Instrument durchführen kann.

Der studierte Dirigent Oliver Nickel zeigte interdisziplinäre Möglichkeiten für Blasorchester auf. Dabei geht es um die Verknüpfung des Musikvortrages bspw. mit Tanz, Gesang, Film, Showcooking, etc. um neue Zuschauer zu generieren oder eine höhere Wahrnehmung in Presse und Gesellschaft zu erreichen. Dabei berichtete der vom Tanz-Film-Musik Projekt Mystica vom deutschen Komponisten Hubert Hoche, das im Rahmen des Deutschen Musikfestes 2020 wieder zur Aufführung kommen soll. Alexandra Link selbst, aber auch Sigrid Baumann referierten über erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit und Konzertbewerbung, sowie zukunftsfähige Vereinsziele. In großen Workshops bot Hans-Peter Blaser, von dem das erfolgreiche Band Coaching zur Schaffung der richtigen Intonation stammt, mit einem Teilnehmerorchester einen Einblick in die richtige Arbeit mit seinen Werken. Toni Scholl bot den Dirigenten die Möglichkeit zur Fortbildung und die direkte Arbeit mit der Bläserphilharmonie Baden-Württemberg.

Über Alexander Wurz, Christoph Walter, Hans-Toni Kaufmann, Christoph Moschberger, Dieter Kraus und weiteren war auch eine Vielzahl von guten Instrumentalisten vor Ort, die in ihren Angeboten den Teilnehmer weitere Kenntnisse auf den Instrumenten vermittelten. Mona Köppen bot dann den Gegensatz dazu in ihrem Vortrag: „Entspannter Dirigent, entspanntes Orchester“ in dem sie eindrucksvoll aufzeigte, wie Dirigenten den Alltag verflüchtigen und den Stresslevel der Musik senken können um in der Probenarbeit und vor Auftritten ein entspanntes Umfeld zu schaffen.

Die Abende wurden abgerundet von jeweils zwei tollen Konzerten, die sich durchweg alle auf Oberstufen-Niveau (Grad 4,0 – 6,0) bewegten. Dabei kamen neben der bereits angesprochenen Bläserphilharmonie Baden-Württemberg, auch das Kreisverbands-Jugendblasorchester Ulm/Alb-Donau, auch Gäste aus Spanien, Österreich und Luxemburg auf der Bühne zum Spiel. Highlight der Konzerte war der Auftritt und damit das Schlusskonzert am Sonntagmittag vom Stabsmusikkorp der Bundeswehr aus Siegburg.

Wer nun immer noch nicht genug hatte, konnte sich in der Ausstellung bei namenhaften Instrumentenhersteller wie bspw.Yamaha über den nächsten Instrumentenkauf informieren oder im Bereich der Verlage bei deHaske, alleNoten.de, etc. in den kommenden Werken fürs Orchester stöbern.

„Auch wenn der Norden nur schwach vertreten war, bot diese Veranstaltung eine tolle Grundlage für meine Arbeit in den kommenden Jahren. Mir wurde jetzt nochmal bewusst aufgezeigt in welchen Bereich uns der Süden davon läuft, aber auch wo wir uns gar nicht so stark unterscheiden,“ so Carsten Klein. „Für einen nächsten Kongress wünsche ich mir die Einbindung der Spielleute in das Gesamtgeschehen, aber auch eine mögliche Durchführung mehr in der Mitte von Deutschland. Denn am Ende ist Stade von Neu Ulm rund 700 km entfernt.“

Für 2020 ist der 2.Internationale Blasmusik Kongress vom 16.-19. Januar 2020 ESH in Neu-Ulm geplant. Weitere Informationen finden Sie hier

Zuletzt geändert am: 24.02.2018 um 12:49

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